Pelé und Franz Beckenbauer in der Dusche, der Kaiser ohne Kleider – die Aufnahme von Volker Hinz (1947-2019) gilt als Klassiker der stern-Fotografie. Florida im August 1977: Der Bildjournalist arbeitet in den USA für den stern, und begleitet ein Spiel von New York Cosmos gegen Fort Lauderdale. Damals war es üblich, dass Fotografen nach Spielende noch zehn Minuten im Umkleideraum Bilder machen durften – Hinz nutzt die einmalige Chance und folgt den Spielern weiter bis in den Duschraum.

Volker Hinz – der Star-Reporter weltweit unterwegs

Diese Aufnahmen entstehen in den goldenen Jahren des Fotojournalismus. Der stern-Fotograf Volker Hinz erfüllt wunderbar jedes Klischee des umtriebigen Star-Fotografen, der weltweit die Promis begleitet und ablichtet. Ob Karl Lagerfeld, Helmut Schmidt oder Arnold Schwarzenegger und Muhammed Ali  – Volker Hinz kam ihnen jahrelang mit dem Objektiv seiner Hasselblad sehr nahe. Mit den Fotografien in politischen Reportagen und Reiseberichten gilt Volker Hinz über Jahrzehnte als einer der prägenden Bildjournalisten des stern.

Foto: Volker Hinz, Muhammad Ali (1984)

Gleichwohl war Hinz mehr als der sprichwörtlich rasende Reporter auf der Suche nach der nächsten Titel-Story. Im Text zur Ausstellung bringt es der Autor Ulrich Rüter so auf den Punkt: „Mit unermüdlicher Energie, Ehrgeiz und profundem Bildwissen verfolgte er seinen Ansatz, Fotografien zu schaffen, die über den tagesaktuellen Kontext hinaus als zeitlose, künstlerisch bedeutsame Zeitbilder zu lesen sind.“

Volker Hinz, Grace Jones, AREA New York (1984)
Volker Hinz wurde 1947 in Hamburg geboren, er ist in Blankenese in den Elbvororten aufgewachsen. Schon mit 20 Jahren verkaufte er seine ersten Fotos an Zeitungen und Zeitschriften. Mit 24 Jahren wurde er Leiter der Fotoagentur Sven Simon in Bonn, ehe er 1974 zum Magazin stern nach Hamburg kam – Ende der 70er ging er nach NewYork und arbeitete für den stern als Auslandskorrespondent. Dort entstanden viele seiner großen Reportagen, Porträts und Reisefotografien, die ihn international bekannt machten. Seit 1986 arbeitete der Hamburger wieder von seiner Heimatstadt aus, in der 2019 starb.
„Hello. Again“: .Die Ausstellung in der Kunsthalle der Sparkassenstiftung in Lüneburg bietet einen Einblick in den umfangreichen Nachlass von über einer Million Negativen, Dias und Prints aus dem Archiv des mehrfach prämierten Hamburger Fotografen Volker Hinz. Die Ausstellung ist übrigens nicht Teil der Foto-Triennale in Hamburg. „Hello. Again“ wurde über zwei Jahre mehrfach pandemiebedingt verschoben.
Hier weitere Infos zur Ausstellung in Lüneburg
Kuratorin: Dr. Henriette Väth-Hinz in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Kuratorin Nina Venus.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Buch bei Hartmann Books mit einem Text von Ulrich Rüter.
Öffnungszeiten für Ostern:

Karfreitag: geschlossen

Ostersamstag: 11 – 17 Uhr

Ostersonntag: 14 – 17 Uhr

Ostermontag: 11 – 17 Uhr

Autor: Kay Dethlefs